Allergischer Schock - Ursachen, Symptome & Diagnose

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Kurz erklärt: Ein allergischer Schock ist ein Notfall! Wie man ihn rechtzeitig erkennt und handelt

  • Definition: Ein allergischer Schock (auch anaphylaktischer Schock) ist eine schwere und potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion des Körpers auf eine bestimmte Substanz.
  • Symptome: Die Beschwerden treten in der Regel plötzlich auf. Dazu zählen Rötungen, Juckreiz, Quaddeln, blasse Haut, kalter Schweiß, Atemnot, geschwollene Schleimhäute, Schwindelgefühl, Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bewusstseinsveränderungen.
  • Ursachen: Unangemessene Abwehrreaktion unseres Immunsystems auf ein Allergen. Häufige Allergene sind Nahrungsmittel (Nüssen, Fisch, Eier), Insektengifte (Bienen-, Wespen-, Mückenstich) und Medikamente (z.B. Penicillin).
  • Diagnose: Die klinischen Beschwerden im Zusammenhang mit dem Kontakt zu einem Allergen sind ausschlaggebend für eine Diagnose.
  • Therapie: Notruf wählen (112), Epinephrin (Adrenalin), Antihistaminika, Kortison Präparate.
  • Prävention: Wenn man Allergiker ist, sollte man mit seinem behandelnden Arzt oder seiner Ärztin einen individuellen Notfallplan besprechen. Dieser beinhalten das ständige Tragen eines Auto-Injektors mit Adrenalin.
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Symptome: Woran erkennt man einen allergischen Schock?

Die Beschwerden bei einem anaphylaktischen Schock treten in der Regel plötzlich (akut) auf und schreiten rasch voran. So kann es innerhalb von Minuten zur Verstärkung der Symptome kommen. Die Symptome können gleichzeitig oder nacheinander auftreten und haben keine spezifische Reihenfolge. Es gibt jedoch einige Warnsignale, die einen ersten Hinweis auf einen allergischen Schock geben können.

Warnsignale

Ein anaphylaktischer Schock kann sich mit uncharakteristischen Symptomen ankündigen. Wenn man Allergiker ist, sollte man sich jedoch mit diesen vertraut sein, da sie einen frühen Hinweis geben können:

  • Juckreiz und Brennen der Haut
  • Angstgefühl und Unruhe (besonders bei Kindern)
  • Metallischer Geschmack im Mund
  • Kopfschmerzen

Charakteristische Beschwerden

Im Verlauf treten weitere Symptome auf, die für einen anaphylaktischen Schock charakteristisch sind. Hierzu zählen:

  • Haut: Plötzliches Auftreten von Rötung, Juckreiz, Nesselsucht (Quaddeln) und Schwellungen der Haut, oft im Gesicht und an anderen Körperteilen. Neben einem Hautausschlag, kann die Haut durch den plötzlichen Blutdruckabfall blass und klamm erscheinen.
  • Schleimhaut: Schwellung der Schleimhäute (Angioödem), die meistens an den Lippen, der Zunge, den Augenlidern oder im Rachen auftritt. Die Schwellung kann zu einer Verengung der Atemwege führen.
  • Atemwege: Es können ein Kribbeln, Brennen, Juckreiz der Zunge oder des Gaumens, kloßige Sprache, Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss auftreten. Ein Angioödem kann zudem zu einem Engegefühl der Brust, Keuchen und Atemnot führen.
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden: Ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks, begleitet von Herzrasen, Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schwindelgefühl oder sogar Ohnmacht können auftreten.
  • Magen-Darm-Symptome: Übelkeit, Erbrechen, krampfartige Bauchschmerzen und Durchfall sind mögliche Anzeichen.
  • Bewusstseinsstörungen: Betroffene können sich verwirrt fühlen, unruhig werden oder sogar das Bewusstsein verlieren.

Achtung: Ein anaphylaktischer Schock kann ohne sofortige Behandlung schnell fortschreiten und durch die Verengung der Atemwege lebensbedrohlich werden. Bei Verdacht auf einen allergischen Schock sollte daher sofort der Notruf (112) verständigt werden.

Bilder von einem allergischen Schock

Diagnose: Wie erkennen ÄrztInnen einen allergischen Schock?

Erfahrene ÄrztInnen können einen anaphylaktischen Schock meistens schon anhand der typischen Beschwerden erkennen. Meistens ist das plötzliche Auftreten von Hautsymptomen zusammen mit Atembeschwerden oder einem Blutdruckabfall schon ausschlaggebend für die Diagnose. Im Rahmen einer Diagnosestellung führen ÄrztInnen eine genaue Befragung durch. Hierbei ist besonders wichtig herauszufinden, ob der Patient oder die Patientin bereits an einer Allergie leiden, und der Kontakt zu einem bekannten Allergen stattgefunden hat. Des Weiteren erfolgt eine schnelle körperliche Untersuchung, bei der u.a. Puls und Blutdruck gemessen werden und die Haut und Schleimhäute untersucht werden.

ICD-Code: T88.6

Was sind Auslöser?

Ein allergischer Schock wird durch Allergene ausgelöst. Das sind bestimmte Substanzen, die in unserem natürlichen Umfeld vorkommen können und normalerweise harmlos sind. Im Falle einer allergischen Reaktion reagiert unser Immunsystem jedoch mit einer unangemessenen Abwehrreaktion, bei der IgE Antikörper gebildet werden. Diese binden an bestimmte Körperzellen (Mastzellen) und sorgen dafür, dass u.a. das Gewebshormon Histamin freigesetzt wird. Histamin hat zahlreiche Funktionen in unserem Körper, im Hinblick auf einen anaphylaktischen Schock sorgt es jedoch für die typischen Beschwerden. Im Falle eines allergischen Schockes, gelangen die Allergene in den meisten Fällen über die Nahrungszufuhr, Spritzen oder die Blutbahn in den Körper. Seltener ist ein anaphylaktischer Schock, nachdem man die auslösende Substanz eingeatmet oder berührt hat. Die Allergene, welche am häufigsten einen anaphylaktischen Schock auslöse, unterscheiden sich je nach Alter:

  • Im Kindesalter sind am häufigsten Nahrungsmittel (z.B.) Nüsse, gefolgt von Insektengift (Bienen-, Wespen- und Mückenstiche) und Medikamenten (z.B. Penicillin), für einen allergischen Schock verantwortlich.
  • Bei Erwachsenen sind die häufigsten Auslöser Insektengifte, gefolgt von Medikamenten und Nahrungsmittel.

Wichtig: Es gibt bestimmte Faktoren, die in Kombination mit einem Allergien eher zu einem allergischen Schock führen können. Dazu zählen körperliche Anstrengung, Stress, Infekte und Alkohol

Therapie: Was tun bei einem allergischen Schock?

Das primäre Medikament zur Therapie einer anaphylaktischen Reaktion ist Adrenalin (Epinephrin). Es entfaltet seine Wirkung innerhalb weniger Minuten und wird meistens in den Oberschenkelmuskel gespritzt. Falls die gewünschte Wirkung nicht erzielt wird, kann nach 5 bis 10 Minuten eine erneute Injektion erfolgen. In sehr akuten Fällen kann das Medikament auch über die Vene verabreicht werden. Zusätzlich werden Antihistaminika und Kortisonpräparate verwendet. Beide Medikamente wirken langsamer als Adrenalin, sind jedoch dazu gedacht, die allergische Reaktion weiter einzudämmen. Falls die Atemwege beeinträchtigt sind, wird Sauerstoff über die Atemmaske verabreicht.

Was ist ein allergischer Schock?

Ein allergischer Schock (auch anaphylaktischer Schock) ist eine schwere und potenziell lebensbedrohliche allergische Reaktion des Körpers auf eine bestimmte Substanz (Allergen). Die Beschwerden treten in der Regel plötzlich auf und betreffen die Haut, Atmung, das Herz-Kreislauf-System und den Verdauungstrakt. Eine allergische Reaktion ist eine übermäßige Abwehrreaktion unseres Immunsystems auf einen bestimmten Auslöser, der normalerweise harmlos ist. Der anaphylaktische Schock ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion und kann innerhalb von Sekunden bis Minuten nach dem Kontakt mit dem auslösenden Allergen auftreten. Zu den häufigsten Auslösern zählen u.a. Nahrungsmittel, Insektengift und Medikamente. Die Diagnose wird klinisch gestellt und basiert auf der Kombination aus typischen Beschwerden, sowie dem Vorhandensein eines bekannten oder vermuteten Auslösers. Ein allergischer Schock ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Aufmerksamkeit und Behandlung!

Wie geht man mit der Situation um?

Hast du bekannte Allergien? Als Allergiker ist dein Risiko für einen anaphylaktischen Schock erhöht. Daher solltest du mit deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin unbedingt einen Notfallplan für das “Worst-Case-Szenario” erstellen. Dieser kann wie folgt aussehen:

  1. Epinephrin-Injektor verwenden: ÄrztInnen können einen Epinephrin (Adrenalin) Autoinjektor verschreiben. Diesen solltest du immer bei dir tragen. Falls Beschwerden eines anaphylaktischen Schockes auftreten, wird der Autoinjektor (auch durch Kleidung!) in den Oberschenkel gespritzt. Das Medikament wirkt in der Regel sofort, kann bei Bedarf jedoch nochmal verabreicht werden.
  2. Notruf verständigen: Verständigte umgehend den Notruf (112) und informiere den Rettungsdienst über die allergische Reaktion. Gib deinen genauen Standort an, damit die Hilfe dich so schnell wie möglich erreicht.
  3. Hinlegen: Lege dich am besten flach auf den Rücken und erhöhe deine Beine leicht, um den Blutfluss zum Herzen zu unterstützen.
  4. Ruhe bewahren: Auch wenn es in dieser Situation leichter gesagt als getan ist, versuche Ruhe zu bewahren. Extreme Unruhe und Stress können zu einer Verschlechterung der Beschwerden beitragen.
  5. Keine Selbstmedikation: Außer dem Epinephrin Auto-Injektor, sollten keine Medikamente (wie z.B. Antihistaminika) ohne ärztliche Anweisung eingenommen werden.

Wichtig: Kläre auch deine Familie, Freunde, Partner, Mitbewohner etc. über den Notfallplan auf, damit sie wissen, wie sie im Fall der Fälle zu handeln haben.

Erste Hilfe

Wenn jemand anderes von einem Herz-Kreislauf-Stillstand betroffen ist, ist man dazu verpflichtet, erste Hilfe zu leisten. In dieser Situation ist kein Puls mehr tastbar und es muss sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen werden. Dabei wird das Brustbein mit ausgestreckten Armen etwa 100-120 mal pro Minute rasch hintereinander gedrückt. Ist man ein geübter Helfer, führt man ebenfalls eine Mund-zu-Mund-Beatmung durch: Nach 30 Herzdruckmassagen erfolgen 2 Mund-zu-Mund-Beatmungen. Dabei darf die Beatmung die Herzdruckmassage nicht länger als 10 Sekunden unterbrechen.

Wichtig: Die erste Hilfe wird solange durchgeführt, bis ein Rettungswagen eintrifft.

Wer gehört zur Risikogruppe?

Wenn man bestimmte Faktoren erfüllt, hat man ein erhöhtes Risiko für eine schwere allergische Reaktion. Zu diesen zählen ein hohes Alter sowie bestimmte Vorerkrankungen, beispielsweise wenn man herzkrank ist. Auch ein unkontrolliertes Asthma und die Einnahme von bestimmten Medikamenten (z.B. Paracetamol, ACE-Hemmer, Beta-Blocker) können eine verstärkte Reaktion verursachen.

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