Arzneimittelexanthem - Behandlung und Diagnose vom Online-Hautarzt erhalten

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Kurz erklärt: Hautausschlag nach einem Medikament? Arzneimittelexanthem erkennen und behandeln.

  • Definition: Ein Arzneimittelexanthem ist eine (allergische) Hautreaktion auf ein Medikament, das zuvor lokal auf die Haut aufgetragen wurde oder eingenommen wurde.
  • Symptome: Hautausschlag mit einer meistens symmetrischen Verteilung von rötlichen Flecken und Knoten, die ineinander überfließen können. Häufig wird der Ausschlag von Juckreiz begleitet.
  • Ursachen: In den meisten Fällen reagiert das Immunsystem mit einer allergischen Reaktion auf ein bestimmtes Medikament. Häufige Auslöser sind beispielsweise Antibiotika (Penicilline).
  • Diagnose: Krankheitsgeschichte, körperliche Untersuchung, Allergietest.
  • Therapie: Absetzen des Medikaments, Kortison-Präparate, Antihistaminika.
  • Prognose: In der Regel sind Arzneimittelexantheme harmlos und heilen nach Absetzen des auslösenden Medikaments von alleine ab.
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Symptome: Wie äußert sich ein Arzneimittelexanthem?

Bei einem Arzneimittelexanthem entstehen Hautveränderungen entweder innerhalb von 60 Minuten nach Einnahme des Medikaments (Sofortreaktion) oder nach über einer Stunde bzw. mehreren Wochen (Spätreaktion).

Ein Arzneimittelexanthem kann in seinem Erscheinungsbild variieren, weshalb es nicht selten mit anderen Krankheiten verwechselt wird. In den meisten Fällen entstehen:

  • Rötungen
  • Quaddeln
  • Flecken oder Pusteln

Bei einer Verlaufsform (bullöse Form) können Blasen entstehen, die auch platzen können. In sehr schweren Fällen kann sich die Haut großflächig ablösen und absterben, was jedoch nur selten der Fall ist.

Theoretisch können Hautveränderungen am ganzen Körper und auch auf den Schleimhäuten auftreten. In den meisten Fällen sind jedoch die Arme, Beine, Brust, Bauch und Rücken betroffen.

Wichtig: Bei schwerwiegenden Verläufen können bei einem Arzneimittelexanthem auch Allgemeinsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schleimhautschwellungen (Angioödem) und Herz Kreislauf-Störungen auftreten.

Formen

MedizinerInnen unterteilen Arzneimittelexantheme in verschiedene Unterformen, welche jeweils eine angepasste Behandlung erfordern.

  • Makulopapulöses Arzneimittelexanthem: Häufigste Form, tritt 5-14 Tagen nach Anwendung bzw. Einnahme des Medikaments auf. Es bilden sich fleckige Hautausschläge, die mit Rötungen, Knötchen und Quaddeln einhergehen.
  • Fixes Arzneimittelexanthem: Entwickelt sich innerhalb von 2 Wochen. Meistens tritt ein einzelner Herd auf, der rund und rötlich gefärbt ist. Oftmals sind Arme, Beine oder der Genitalbereich betroffen.
  • Akute generalisierte Pustulose: Seltene Form, tritt ca. 2 Wochen nach Verwendung des Medikaments auf. Es entstehen großflächige geschwollene Hautrötungen mit Bläschen und Pusteln. Oft gehen diese mit einem Juckreiz und Schmerzen einher. Meistens sind die Körperfalten betroffen.
  • Erythema exsudativum multiforme: Es entstehen scheibenförmige, nässende Herde mit einem rötlichen Rand und einer blau gefärbten Mitte. Meistens sind die Außenseiten der Hände und Arme betroffen.
  • DRESS-Syndrome: Ist selten, tritt 2-6 Wochen nach Medikamentenanwendung auf. Zu Beginn leiden Betroffene häufig an hohem Fieber und Muskelschmerzen, im Verlauf entsteht ein fleckiger Hautausschlag mit Blasen. Im Anschluss kommt es oft zu einer starken Schädigung der Organe.
  • Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse: Diese Unterformen treten sehr selten auf, haben jedoch einen schweren Verlauf. Bei den Krankheitsbildern lösen sich Haut und Schleimhaut großflächig ab, was vom Aussehen her verbrannter Haut ähneln kann. Oft sind auch weitere Organe (Leber, Darm, Lunge) betroffen.

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Bilder von Arzneimittelexanthem

Diagnose: Wie diagnostizieren Mediziner ein Arzneimittelexanthem?

Für die Diagnose eines Arzneimittelexanthems ist eine ausführliche PatientInnengeschichte ausschlaggebend. Ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Symptome und der Einnahme des Medikaments macht das Arzneimittel als Auslöser der Hautveränderungen wahrscheinlich. Im Rahmen eines Arztbesuches wird der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin ebenfalls eine körperliche Untersuchung durchführen. In manchen Fällen (z.B. wenn mehrere Medikamente gleichzeitig eingenommen wurden), kann ein Allergie-Test Aufschluss über das verursachende Arzneimittel geben. Eventuell wird dann ein sogenannter “Prick-Test” durchgeführt. Bei diesem werden verschiedene Wirkstoffe in Form einer Lösung auf die Haut gegeben, welche nach einigen Stunden begutachtet wird. Im Falle einer Allergie würde die betroffene Stelle Quaddeln bilden.

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ICD-Code: T88.7

Was ist die Ursache?

Ein Arzneimittelexanthem wird in den meisten Fällen durch eine allergische Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe in Medikamenten verursacht. Auslöser können Arzneimittel in Form von Cremes und Tabletten sein. Typischerweise können die Hautveränderungen nach der Einnahme von folgenden Wirkstoffen auftreten:

  • Schmerzmittel (Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac)
  • Antidepressiva
  • Epilepsie Medikamente
  • Gicht Medikamente
  • Antibiotika (Medikamente gegen Bakterien), besonders Penicilline, Cephalosporine, Makrolide, Sulfonamide
  • Virostatika (Medikamente gegen Viren)

Wichtig: Manchmal kann ein Medikament einige Male problemlos angewendet werden, bevor es vom Immunsystem als “gefährlich” eingestuft wird und eine Abwehrreaktion auslöst.

Therapie: Wie behandelt man ein Arzneimittelexanthem?

Meistens wird das auslösende Medikament nach ärztlicher Absprache abgesetzt. Der Ausschlag kann sich dann von alleine zurückbilden. Ist dies nicht der Fall, können zusätzlich Kortison-Präparate verschrieben werden. Häufig ist bei diesen eine lokale Anwendung ausreichend. Nur in seltenen Fällen ist eine Behandlung mit Tabletten notwendig. Bei einem schweren Juckreiz können Antihistaminika verschrieben werden.

Wichtig: Nachdem bei Dir ein Arzneimittelexanthem aufgetreten ist, solltest du dir einen Allergiepass ausstellen lassen. In diesem wird das allergieauslösende Medikament vermerkt. Das Dokument solltest Du bestenfalls immer bei dir tragen.

Definition: Was ist ein Arzneimittelexanthem?

Ein Arzneimittelexanthem ist eine unerwünschte Nebenwirkung in Form von Haut- und Schleimhautveränderungen, die nach Einnahme oder lokaler Anwendung von Arzneimitteln auftreten können. Es handelt sich dabei um eine allergische Reaktion der Haut. Oftmals sind Hautveränderungen die erste Reaktion des Körpers und ein frühzeitiger Warnhinweis auf eine Arzneimittelallergie. Meistens bilden sich die Beschwerden nach Absetzen des Medikaments selbständig zurück.

Ist es gefährlich?

In der Regel sind Arzneimittelexantheme harmlos und verschwinden nach Absetzen des Medikaments von alleine. Die allergische Reaktion bei einem Arzneimittelexanthem kann jedoch manchmal so schwerwiegend ausfallen, dass es im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock kommt. Hierbei handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Wenn folgende Beschwerden bei dir auftreten, solltest du so schnell wie möglich den Notruf (112) wählen:

  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden
  • Krampfartige Bauchschmerzen und Erbrechen
  • Schwindel und Ohnmacht
  • Krampfanfall

Wie lange dauert es?

Je nachdem, um welche Unterform es sich handelt, kann ein Arzneimittelexanthem nach einigen Tagen bis Wochen nach Absetzen des auslösenden Medikaments alleine verschwinden. Die Mehrzahl klingt nach Absetzen des auslösenden Medikaments innerhalb von 1-2 Wochen vollständig ab. Schwerwiegende Fälle können trotz optimaler Behandlung über viele Wochen andauern. Fixe Arzneimittelexantheme verbleiben normalerweise über viele Monate und hinterlassen manchmal sogar bleibende Hautveränderungen.

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