Affenpocken-Diagnose vom Online-Hautarzt erhalten

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Kurz erklärt: Verdacht auf Affenpocken- Symptome, Diagnose und Therapie

  • Definition: Bei Affenpocken handelt es sich um eine seltene Infektionskrankheit. Sie wird durch das Affenpockenvirus (Orthopoxvirus simiae/Monkeypox virus) ausgelöst.
  • Symptome: Anfänglich können grippeähnliche Beschwerden (z.B. Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen) auftreten. Später entsteht ein typischer Hautausschlag mit roten Flecken und/oder Bläschen, die im weiteren Verlauf verkrusten und abfallen.
  • Ursachen: Die Übertragung des Affenpockenvirus erfolgt durch engen körperlichen Kontakt, Kontakt mit infizierten Gegenständen (z.B. Handtüchern) oder Kontakt mit erkrankten Tieren (besonders Nagetieren und Affen).
  • Diagnose: Abstrichentnahme von Hautveränderungen (Läsionen) und anschließender Untersuchung auf Affenpockenviren mittels speziellen laboratorischen Verfahren.
  • Therapie: Die Behandlung ist in erster Linie symptomatisch (Schmerzmittel, antiseptische Salben/Cremes). In manchen Fällen kann ein Virushemmer (Virostatika) verschrieben werden.
  • Prognose: Die Erkrankung heilt generell innerhalb von 2-4 Wochen von selbst ab. Komplikationen treten selten auf. Kinder und immungeschwächte PatientInnen sind anfälliger für einen schweren Krankheitsverlauf.
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Welche Stadien gibt es? Wie sehen Affenpocken aus?

Die Symptome lassen sich in ein präeruptives Stadium (= die Zeit vor dem Hautausschlag) und ein eruptives Stadium (= Ausbruch des Hautausschlages) unterteilen. Nach einer Ansteckung kann es 5 bis maximal 21 Tage dauern, bis Symptome auftreten. In der Regel halten die Beschwerden für 2-4 Wochen an. Während des präeruptiven Stadiums können grippeartige Symptome auftreten. Hierzu zählen:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Husten
  • Geschwollen Lymphknoten (Lymphadenopathie)

Wichtig: Einige Menschen haben diese Beschwerden nicht. Eine Affenpocken-Erkrankung kann dennoch bestehen!

1-3 Tage nach Fieberbeginn beginnt das eruptive Stadium. Hierbei bildet sich ein  typischer, teils schmerzhafter Hautausschlag. Klassischerweise treten erst flache rote Flecken auf, diese verwandeln sich dann in Bläschen die mit Flüssigkeit (Vesikel) oder Eiter (Pusteln) gefüllt sein können. Häufig beginnt der Ausschlag im Gesicht. Mund und Augen können ebenfalls betroffen sein. Im Verlauf breitet er sich über den ganzen Körper inklusive Hand- und Fußflächen aus. In manchen Fällen können Hautveränderungen nur in bestimmten Körperregionen auftreten, häufig im Genital- und Analbereich. Nach einiger Zeit verkrusten die Hautveränderungen und fallen ab. Oftmals bleiben Narben zurück.

Bilder von Affenpocken

Diagnose: Wie erkennen HautärztInnen Affenpocken?

Der Hautausschlag von Affenpocken hat oft ein typisches Erscheinungsbild, jedoch müssen HautärztInnen vorerst eine Windpocken-Erkrankung ausschließen. Der Ausschlag, der bei Windpocken entsteht, kann dem der Affenpocken sehr ähneln. Um das Affenpockenvirus nachzuweisen, nehmen DermatologInnen einen Abstrich von den Läsionen (z.B. von Bläschen oder Krusten). Mit der Probe wird dann ein laboratorisches Verfahren durchgeführt, welches sich Polymerase-Chain-Reaction (PCR) nennt. Diese ermöglicht es, das Erbmaterial von Viren (DNA) zu vervielfältigen und nachzuweisen. Zudem kann man die Probe unter einem speziellen Mikroskop begutachten. Im Falle einer Affenpocken-Erkrankung kann man die Viren dann unter dem Mikroskop sichten.

ICD-Code: B04

Welche Behandlungen gibt es?

Eine Affenpocken-Erkrankung ist selbstlimitierend, das heißt, sie geht in der Regel von selbst weg. Betroffene erholen sich meistens innerhalb von mehreren Wochen. Die Behandlung zielt in erster Linie auf die Linderung der Symptome ab. Hierfür werden Schmerzmittel und antiseptische (Krankheitserreger abtötende) Salben oder Cremes verwendet. Gegebenenfalls kann das Virostatika Tecovirimat verschrieben werden, welches die Vermehrung der Affenpockenviren hemmt.

Was sind Affenpocken?

Affenpocken zählen zu den Infektionskrankheiten. Erstmals wurden sie 1970 in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt. Ausgebreitet haben sie sich vor allem in West- und Zentralafrika. 2022 haben sich erstmals auch in Deutschland Menschen mit dem Virus angesteckt. Verursacht werden Affenpocken durch das Affenpockenvirus (Orthopoxvirus simiae auch Monkeypox Virus genannt). Dieser überträgt sich durch den Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren. Bei Affenpocken handelt es sich demnach um eine Zoonose, also eine Krankheit, die von Tieren auf den Menschen übertragen wird. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf mild und heilt von selbst ab. Schwere Fälle bis hin zum Tod können bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem auftreten.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Um eine Ansteckung mit Affenpocken zu vermeiden kann man folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Hautkontakt meiden: Besonders Ausschläge und Wunden sollten nicht berührt werden.
  • Mund-Nase-Schutz: Bei Kontakt mit einer erkrankten Person, kann eine medizinische Maske oder FFP2 Maske vor einer Ansteckung durch Tröpfchen schützen. Diese geben Erkrankte an die Umgebung beim Sprechen, Husten ect. ab.
  • Geschlechtsverkehr meiden: Falls SexualpartnerInnen erkrankt sind, sollte auf Sex jeglicher Art (oral, anal, vaginal) verzichtet werden, bis die Hautveränderungen vollständig abgeklungen sind.
  • Kondome nutzen: Sollte es zu Geschlechtsverkehr kommen, kann die Ansteckungsgefahr durch ein Kondom verringert werden. Da die Läsionen ansteckend sind und sich am ganzen Körper befinden können, bietet ein Kondom keinen garantierten Schutz!
  • Impfangebot nutzen: Gegen Pockenviren gibt es eine Impfung. Solltest du einer Risikogruppe angehören, ist es empfehlenswert sich impfen zu lassen.
  • Postexpositionsprophylaxe (PEP) anwenden: Solltest du Kontakt zu einer erkrankten Person gehabt haben, ist die PEP (in diesem Fall die Pockenimpfung) eine vorbeugende medizinische Maßnahme, die ergriffen werden kann. Damit sollte der Ausbruch der Krankheit verhindert bzw. deren Verlauf abgemildert werden.

Sind Affenpocken gefährlich?

Komplikationen treten selten auf. In Einzelfällen können die Viren:

  • Die Lunge befallen und eine Lungenentzündung verursachen.
  • Das Gehirn befallen und eine Entzündung (Enzephalitis) verursachen.
  • Das Auge befallen und im schlimmsten Fall eine Erblindung verursachen.
  • Eine zweite Infektion mit Bakterien verursachen (Superinfektion). Diese können durch die bestehenden Hautveränderungen in den Körper eindringen, z.B. wenn man an der betroffenen Stelle kratzt.

Wie stecke ich mich an?

Die Ansteckung erfolgte ursprünglich über den Kontakt mit infizierten Tieren (vor allem Nagetieren, auch Affen). Das Virus wird jedoch immer häufiger von Mensch-zu-Mensch übertragen, dies geschieht durch:

  • Direkten Kontakt mit infektiösem Ausschlag, Wundschorf oder Körperflüssigkeit.
  • Gemeinsame Nutzung von infizierten Gegenständen (z.B. Handtüchern)
  • Austausch von Körperflüssigkeiten, z.B. beim Geschlechtsverkehr oder Küssen, denn das Virus kann sich in Schleimhäuten und Spermien aufhalten.
  • Einatmen von Atemwegssekreten, die beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen werden können.
  • Den Mutterkuchen (Plazenta) bei an Affenpocken erkrankten Schwangeren. Das Virus wird über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen.

Wie lange bin ich ansteckend?
Ab dem Zeitpunkt, an dem man Symptome entwickelt, bis zur vollständigen Abheilung der Hautveränderungen ist man ansteckend. Dies dauert in der Regel circa 21 TagenWichtig: Nach Abheilung sollte man für 8 Wochen lang Kondome beim Sex benutzen, da das Virus noch für längere Zeit in der Saamenflüssigkeit vorhanden sein kann.

Wer ist besonders gefährdet?

Vor allem Kinder unter 12 Jahren und Betroffene mit einer Immunschwäche sind anfälliger für Komplikationen, sodass die Erkrankung hier in seltenen Fällen tödlich verlaufen kann. Todesfälle wurden bisher vor allem in Afrika registriert. In Europa gab es bisher nur wenige Betroffene, bei denen die Krankheit tödlich verlaufen ist. Weitere Risikogruppen sind:

  • Schwangere
  • Medizinisches Personal
  • Haushaltsmitglieder
  • Menschen mit häufig wechselnden GeschlechtspartnerInnen
  • Männer, die Sex mit Männern haben

Hinweis: Männer, die Sex mit Männern haben gelten zurzeit als Risikogruppe, da sich bei ihnen das Virus innerhalb Europas am meisten ausgebreitet hat. Bei engen körperlichen Kontakt ist das Risiko aber für alle PartnerInnen (männlich, weiblich, diverse) gleich!

Gibt es eine Impfung?

Ja, es gibt einen Impfstoff gegen Pockenviren. Dieser wirkt auch gegen das Affenpockenvirus und ist zugelassen für Menschen ab 18 Jahren. Es besteht keine Impfpflicht, jedoch wird der Impfstoff Menschen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko empfohlen. Zudem kann die Impfung auch nach dem Kontakt zu einer erkrankten Person verabreicht werden (Postexpositionsprophylaxe). Sie schützt dann vor einem Ausbruch der Krankheit bzw. sorgt für einen milderen Verlauf.

Was tun, wenn ich Kontakt zu einer erkrankten Person hatte?

Falls du Kontakt zu einer infizierten Person hattest, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Kontaktiere umgehend das Gesundheitsamt.
  • Beobachte für 21 Tage, ob du jegliche Art von Symptomen (auch unspezifische) entwickelst.
  • Meide für diesen Zeitraum den Kontakt zu anderen Menschen.
  • Lasse dich innerhalb von 4 Tagen gegen Pockenviren impfen.

Verdacht auf Affenpocken: Was kann ich tun?

Wenn du befürchtest an Affenpocken erkrankt zu sein bzw. dich angesteckt zu haben kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Kontaktiere deine HausärztInnen telefonisch.
  • Melde dich telefonisch beim Gesundheitsamt.
  • Begebe dich sicherheitshalber in häusliche Isolation.
  • Meide Kontakt zu anderen Menschen
  • Verzichte gänzlich auf Geschlechtsverkehr.

Falls du dir nicht sicher bist, ob du an Affenpockenvirus erkrankt bist, starte die Behandlung mit uns. Die HautärztInnen von doctorderma können feststellen, ob Grund zur Sorge besteht und dir bei den nächsten Schritten weiterhelfen. Da du uns bequem von zu Hause erreichen kannst, verhinderst du so auch eventuelle Ansteckungen.

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