Neurodermitis - Behandlung und Diagnose vom Online-Hautarzt

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Kurz erklärt: Was ist Neurodermitis?

  • Definition: Eine im Kindesalter auftretende und in der Pubertät rückläufige chronische, entzündliche Hauterkrankung, die meist in den Ellenbeugen und in Kniekehlen auftritt. Man unterscheidet zwischen allergisch und nicht allergisch bedingter Neurodermitis.
  • Symptome: nässende, teilweise schuppige Hautstellen, die manchmal auch mit Krusten versehen sind. Die Haut zeichnet sich meist durch ein sehr trockenes und lederartiges Erscheinungsbild aus. Juckreize ist ebenfalls ein Charakteristikum dieses Krankheitsbildes.
  • Ursachen: Für Neurodermitis sind sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren ursächlich. Häufig reagiert das Immunsystem zu stark. Dadurch kommt es zu einem gestörten Hautbild. Allergien, wie z.B. Tierhaarallergien, können ebenfalls Neurodermitis begünstigen.
  • Diagnose: DermatologInnen führen zur Befunderhebung einen Allergietest durch. Eine Blutuntersuchung kann zusätzlich hilfreich sein, eine allergische von einer nicht-allergischen Form zu unterscheiden.
  • Therapie: Wichtig bei der Behandlung von einer Neurodermitis ist die reizlose Basistherapie. Ureahaltige (Harnstoff) Cremes, Seifen, Waschmittel etc. werden vom Hautarzt empfohlen. Sie begünstigen den Therapieerfolg. Atmungsaktive Kleidung und die strikte Allergenvermeidung sind ebenfalls empfehlenswert. Je nach Schweregrad können kortisonhaltige Medikamente (Tabletten, Salben etc.) zum Einsatz kommen.
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Symptome: Habe ich Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine häufig chronische, entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt meist an den Ellenbeugen und Kniekehlen auf. Typischerweise erscheint sie bereits im Kindesalter. Im Laufe der Pubertät ist sie rückläufig. Symptome für eine Neurodermitis sind nässende und/oder mit Krusten belegte Hautveränderungen. Das Erscheinungsbild zeichnet sich durch schuppige, lederartige und sehr trockene Haut aus. Die Erkrankung geht häufig mit einem starken Juckreiz einher. Neurodermitis weist in verschiedenen Altersstufen ein unterschiedliches Aussehen und Befall unterschiedlicher Hautregionen auf.

  • Säuglingsalter: Über 75% der PatientInnen haben bereits Hautveränderungen im Säuglingsalter mit starkem Juckreiz. Hauptsächlich sind das Gesicht und der Körperstamm betroffen. Ein ausgeprägter Milchschorf auf der Kopfhaut ist meistens ein erstes Anzeichen für eine beginnende Neurodermitis .
  • Kindesalter: Die Gelenkbeugen, wie z.B. Ellenbeuge, Kniekehle sind im Kindesalter hauptsächlich betroffen. Oft haben Kinder sogenannte Glanznägel, die durch Kratzen aufgrund des starken Juckreizes entstehen.
  • Erwachsenenalter: Neurodermitis kann sehr unterschiedlich ausfallen: Von einem minimalen Befall (lokal, z.B. von Lidern, Genitalien, Händen und Nacken) bis hin zum Befall des gesamten Körpers ist alles möglich.
    Ist nur der Hals-Kopf-Bereich betroffen, spricht man von Head-Neck-Dermatitis. Diese wird vermutlich durch eine vermutlich allergische Reaktion auf einen Hefepilz (MaIassezia-Spezies) verschlimmert.

In der Winterzeit leiden viele PatientInnen unter Hautveränderungen vor allem an Händen und Füßen aufgrund der z.B. trockenen Heizungsluft. Dies wird in der Medizin als atopisches Hand-Fuß-Ekzem bezeichnet.

Bilder von Neurodermitis

Neurodermitis am Unterarm eines Kindes
Neurodermitis am Unterarm © Eisfelder (CC BY-SA 3.0)
Neurodermitis an der Hand
Stark ausgeprägte Trockenheit durch Neurodermitis © AfroBrazilian (CC BY-SA 3.0)
Neurodermitis auf einem Kinderkopf (Milchschorf)
Neurodermitis auf einem Kinderkopf © Gzzz (CC BY-SA 4.0)
Neurodermitis in der Ellenbeuge
Neurodermitis in der Ellenbeuge © AfroBrazilian (CC BY-SA 3.0)

Diagnose: Wie behandelt man Neurodermitis?

Bei der Behandlung von Neurodermitis ist eine genaue Befunderhebung wichtig. Hierbei werden Risikofaktoren und familiäre Vorbelastungen abgefragt. Für die allergische Diagnosestellung ist das Begutachten des klinischen Erscheinungsbildes der betroffenen Hautstelle von Relevanz.

Hierbei wird ein Allergietest durchgeführt. Eine Blutuntersuchung kann zusätzlich helfen, eine allergische von einer nicht-allergischen Form zu unterscheiden. Bestimmte Antikörper (sog. IgE-Antikörper) gegen ein spezifisches Allergen können so ausfindig gemacht werden.

In unserer digitalen Hautarztpraxis doctorderma diagnostizieren und behandeln unsere DermatolgInnen täglich viele PatientInnen mit Neurodermitis – ganz ohne Termin und Videogespräch.

ICD-Code: L20

Ursachen: Was verursacht Neurodermitis?

Die Ursachen und Auslöser von Neurodermitis sind sehr komplex. Ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist hierfür verantwortlich. Genetische und umweltbedingte Faktoren können Neurodermitis auslösen. Häufig reagiert das Immunsystem zu stark. Dadurch kommt es zu einem gestörten Hautbild. Man unterscheidet zwischen allergisch und nicht allergisch bedingter Neurodermitis. 60 – 70% der PatientInnen leiden unter der allergisch bedingten Variante. Auslösende Stoffe hierfür können sein:

  • Pollen
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben
  • Duftstoffe
  • Nickel
  • etc.

Therapie: Wie behandelt man Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung. Sie kann sich im Laufe des Lebens zurückbilden. Allerdings ist Neurodermitis mit den heutzutage bekannten Therapien nicht heilbar. Die Behandlungsmaßnahmen dienen in erster Linie zur Symptomlinderung und zur Verlängerung der symptomfreien Phasen.

Basistherapie: Was kann man selbst tun?

Bei Neurodermitis ist es empfehlenswert, die Hautbarriere durch Basistherapiemaßnahmen aufzubauen. Wichtig ist die reizlose Reinigung der Haut mit z.B.mit 5-10% Urea-haltigen Waschlotionen und mit anschließender rückfettender Pflege, ebenfalls Urea-haltig.

Auf Seifen-, Wasch- und Spülmittel sollte weitestgehend verzichtet werden. Auch das Tragen von Wolle wird von vielen PatientInnen als sehr unangenehm empfunden. Es sollte deshalb vermieden werden. Schwitzen kann zu vermehrtem Juckreiz führen. Daher empfiehlt sich das Tragen atmungsaktiver Kleidung. Bei bekannten Allergenen sollte eine strikte Allergenvermeidung eingehalten werden.

Lokaltherapie einer Neurodermitis

Bei einer leichteren Form der Neurodermitis ist die Lokaltherapie meist ausreichend. Kortisonhaltige Cremes in Kombination mit feuchten Umschlägen aus kaltem Schwarztee sind die ersten Schritte der Lokaltherapie.

Bei einem akuten Ekzem ist die Anwendung des Enzyms Calcineurin-Inhibitoren (spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems) angezeigt. Typische Arzneistoffe sind Pimecrolimus und Tacrolimus. Die Therapieform ist auch über einen längeren Zeitraum anwendbar. Es werden keine Hautverdünnerungen verursacht, anders als bei kortisonhaltigen Mitteln. Tacrolimus kann innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen zweimal täglich aufgetragen werden. Anschließend wird die Anwendungsfrequenz über wenige Tage bis Wochen kontinuierlich reduziert.

Prophylaktische Therapie einer Neurodermitis

Ein häufiges Anwendungsschema ist auch die prophylaktische Therapie einer Neurodermitis mit Calcineurin-Inhibitoren oder kortisonhaltigen Mitteln. Ein- bis zweimal pro Woche sind die Cremes bei dieser Therapieform trotz fehlender Ekzeme anzuwenden. So wird das Risiko eines Wiederauftretens reduziert.

Lichttherapien mit mehrmals wöchentlichen UV-B-Bestrahlungen können Neurodermitis-Ekzeme ebenfalls verbessern. Die Therapieform kommt aber immer seltener zur Anwendung. Sie ist sehr zeitintensiv und kann eine Hautschädigung, wie z.B. bei einem starken Sonnenbrand, hervorrufen.

Der Juckreiz ist gut durch Antihistaminika Tabletten (z.B. Desloratadin, Cetirizin, Levocetirizin) zu lindern. Eine längere Einnahme von Antihistaminika ist bedenkenlos möglich.

Neurodermitisschub behandeln

Kortisonhaltige Tabletten lindern einen starken, einmaligen Neurodermitisschub. Eine medikamentöse Dauertherapie wird von HausärztInnen empfohlen, wenn die anderen Therapiemöglichkeiten keinen Erfolg gebracht haben.

In den letzten Jahren haben sich die Therapiemöglichkeiten der Neurodermitis deutlich verbessert. Häufig wird heute der Antikörper-Wirkstoff (Dupixent) eingesetzt. Die Antikörper greifen in eine überhöhte Immunsystemreaktion ein. Des Weiteren hemmen sie bestimmte Botenstoffe, z.B. Interleukin-4 und Interleukin-13. Eine Therapie mit Dupixent ist ab dem 6. Lebensjahr zugelassen. Die Antikörper werden mit einer Spritze unter die Haut injiziert.

Moderne Neurodermitis-Medikamente sind die JAK (Januskinase)-Inhibitoren. Sie werden bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis eingesetzt.

Ein lange bekanntes und wirksames Medikament ist zudem Ciclosporin. Die Wirkung beruht auf der Unterdrückung des Immunsystems. Die Ciclosporin-Einnahme ist für circa zwei Jahre vorgesehen. Eine längere Anwendungsdauer kann langfristige Nebenwirkungen an bestimmten Organen verursachen.

Neurodermitis ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt meistens in den Ellenbeugen und in Kniekehlen auf und wird auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnet. Häufig treten bei Neurodermitis starke Hauttrockenheit und starker Juckreiz auf.

Ist Neurodermitis ansteckend?

Nein. Neurodermitis ist nicht ansteckend. Eine genetische Veranlagung ist die Ursache für die Krankheit. Neurodermitis tritt häufig bei Menschen mit Allergien  auf.

Was ist ein Neurodermitis Schub?

Des Öfteren treten bei genetisch bedingter Neurodermitis Schübe auf. Die akute Verschlechterung der Beschwerden bei einer chronischen Erkrankung bezeichnet man als Schub. Diese werden von sogenannten Triggern ausgelöst:

  • Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln (besonders häufig bei Kleinkindern)
  • Irritationen durch Kratzen
  • Kratzige Wolle
  • chemisch-reizende Reinigungsmittel
  • psychischer Stress
  • trockene Luft
  • sehr trockene Haut
  • Schwitzen bei Wärme
  • bakterielle Infektionen

Ist Neurodermitis eine Allergie?

Nein. Neurodermitis ist keine Allergie.  Die Erkrankten neigen allerdings häufig zu Allergien (z. B. Asthma, Heuschnupfen). Bestimmte Allergene lösen oft einen Neurodermitisschub aus. Bestehende Symptome können sich verschlimmern.

Ist Neurodermitis heilbar?

Nein. Neurodermitis ist nicht heilbar. Durch eine konsequente Behandlung sind die Symptome gut einzudämmen. Die strikte Durchführung der Basistherapie ist wichtig. Sie beinhaltet die richtige Hautpflege.

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